Donnerstag, 13. Oktober 2016

Don't worry be Hampi

Hallo ihr Lieben,

die letzte Woche verbrachten wir in der Tempelstadt Hampi. Diese faszinierende Ruinenstadt gehoert zum UNESCO-Welterbe und hat es uns sehr angetan. Inmitten der Granitlandschaft mit den riesigen, beeindruckend angeordneten Felsbrocken, befinden sich zahlreiche Tempelruinen. Aufgrund des grossen Areals von 26 Quadratkilometern, gelang es uns nicht alle Tempel zu besichtigen. Dennoch genossen wir es die schoene Umgebung zu Fuss und in praller Sonne zu erkunden.
Der Sage nach hat hier der Affengott Hanuman mit den Steinen gespielt, was die kuriosen, nahezu den Naturgesetzen widersprechenden Steinanordungen begruendet.
 Die Stadt ist ein beliebter Pilgerort, da die vielen Tempel den unterschiedlichsten Goettern gewidmet sind.

Abgesehen von der atemberaubenden Landschaft hatten wir jeden Tag einen "straffen Zeitplan". Der Morgen startete fuer uns mit zwei Stunden Yoga bei Yogananda. Wir entdeckten eine neue Leidenschaft. Yogananda war sehr sympathisch und ein Mann voller Weisheiten, dem man gern zuhoerte. Gefolgt davon assen wir Fruehstueck in einem traditionell suedindischen Lokal.
Tagsueber erkundeten wir die Umgebung und Abends trafen wir uns mit unseren kanadischen und indischen Freunden zum Kartenspielen und Geschichten austauschen.
Die Kanadier, Sascha und Emma, sind uns nach einer gemeinsamen Wanderung zu den unterirdischen Wasserfaellen sehr ans Herz gewachsen. Leider mussten wir erleben, wie der kletterfreudige Sascha auf einem Felsbrocken abrutschte und sich sein Knie nicht unerheblich verletzte. Damit war fuer ihn der Traum vom Klettern erstmal geplatzt.

Am ersten Tag machten wir eine Bekanntschaft mit einem Sadhu namens RajJi. Er wohnt in dem Hannumantempel auf einem Huegel und lud uns freundlich zu Puja und Tee ein. Ihm begegneten wir taeglich waehrend unseres Aufenthalts in Hampi.
Teilweise bewunderten wir seine Bodenstaendigkeit und Einstellung zum Leben. Zum Beispiel, das Kochen ueber offenem Feuer, das Leben im Einklang mit der Natur und der Verzicht auf materielle Dinge. Dennoch besass er ein Smartphone, mit dem er hauptsaechlich Musik abspielte und teilweise Kontakte pflegte ueber soziale Netzwerke. Ausserdem ist sein grosser Traum nach Amerika auszuwandern. Wir fragten uns woher er das Geld fuer Fluege und Reisekosten nimmt. Basiert sein Einkommen etwa auf Spendenbasis?
Neben unseren kanadischen Freunden, Sunny, Yogananda und RajJi liessen wir uns bei einer herzlichen Schneiderin jeweils ein Oberteil naehen und genossen eine Ganzkoerpermassage. Die Besuche bei ihr waren oft mit vertrauten Unterhaltungen gekoppelt.

Somit viel uns der Abschied von den netten Menschen und der malerischen kleinen Stadt sehr schwer.

Uns geht es gut, wir befinden uns momentan am Palolem Beach in Goa und geniessen neben Sonne, Strand und Meer gute Unterhaltungen mit unseren israelischen Freunden und Nachbarn und dem Weltenbummler Ray, der schon ein etwas vorangeschritteneres Alter erreicht hat.
 Der Gesundheitszustand unserer Maegen verschlechtert sich nicht, verbessert sich aber auch nicht. Regelmaessig plagen wir uns mit Kraempfen, Uebelkeit und Durchfall rum.

In zwischen ist bereits ein Drittel der Reisezeit vorbei und damit einen lieben Gruss an euch alle da draussen. (:
Sonam und Lea












RajJi


v.l. Sascha, Emma, Sunny, Sonam, Hugo, Lea








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