Freitag, 5. April 2013

volunteering - Mein Job als Lehrerin, eine neue Herausforderung!


Hallo meine Lieben,

ich bin im Himachal Pradesh, in Palampur in der Naehe von Daramshala. Ich sage es euch, die klare Luft, frueh ein klarer Himmel, man kann beim Wolkenbilden richtig zu schauen und fast jeden Tag regnet es mit Hagel. Ich bin ein Dorfkind, ich habe in Jaipur vor allem Flora und Faune vermisst, aber hier habe ich mehr als genug, es erinnert mich ein bisschen an unseren Skiurlaub in Suedtirol. Jetzt habe ich ein aehnliches Feeling. Es blueht in jeder Ecke, die Luft ist voller guter, natuerlicher Gerueche und die Menschen fuehren doch nochmal ein ganz anderes Leben, ein ruhigeres, gelasseneres, aber trotzdem hartes Leben, welches frueh um 6 mit Holzholen losgeht. Gerade die Kinder gehen zwar zur Schule, aber nur Wenige haben eine Chance ihre Staerken auszufalten.

Ich unterrichte in der Upper Bundla Government School. Diese liegt ungefaehr 15 Minuten von unserem  Haus entfernt. Sie liegt relativ hoch, ich wuerde sagen auf 2400 m Hoehe und unser Haus auf 2100 m Hoehe. Es ist super idyllisch. Ich unterrichte jeden Morgen von 10-12 Uhr, Englisch und Mathe. Ich habe eine vierte und fuenfte Klasse zusammen, 9 Schueler. Die halten mich ganz schoen auf Trapp, da die Konzentration etwas zu bemaengeln ist. Was das schlimmste ist, dass alle ein unterschiedliches Level haben, ein Junge names Vishal ist super schlau, aber erst 4.Klasse und 8 Jahre. Er ist aber weiter als Gaytri, welche 5.Klasse ist und schon 10 Jahre alt. Ich habe auch ein Maedchen, names Kumal, welche wirklich lernen will, aber von den anderen gar keine Chance bekommt, weil immer alles vorgesagt wird und sie dadurch beim Schreiben und auch beim Lernen hinter her haengt. Trotzdem versuche ich sie mitzuziehen und gebe den anderen etwas schwerere Aufgaben, dass ich mich etwas mehr um sie kuemmern kann.

Jetzt heisst es jeden Tag nach dem volunteering, Arbeitsblaetter vorbereiten und ueberlegen was man als naechstes machen koennte. Viel Arbeit, aber es macht ein heiden Spass. Jeder hat sein eigenes Heft bekommen, wo dann immer Sachen hineingeklebt und geschrieben werden.Momentan werden fleissig verscheiden Gemuesesorten gelernt, wir haben ueber Hobbies gesprochen und in Mathe fangen wir mit leichter Division an. Jeden Freitag gibt es dann einen kleinen Test.

Von 3.30 bis um 5 haben wir dann Nachmittagsvolunteering. Ich entschied mich fuer die Upper Bridge Class. Jeden Nachmittag finden sich dort Kinder im Alter von 2-16 Jahren zusammen. Wir kommen immer mit einer grossen Kiste, voller Springseile, Malblaetter, Farben, Buecher und Baelle. Wir drei (Michelle, Farina und Ich) kommen jedoch immer mit einem Kopf voller Ideen und Aufgaben. Farina und Ich haben beide eine English Class. Es ist schwer herauszufinden wie weit jeder Einzelne ist. Die etwas Aelteren (13-16) verbessern sich nun in englischer Grammatik und die Kleineren (8-12) lernen, sich in Englisch ueber die momentane Wetterlage auszudruecken. Michelle nimmt die Farben und Tiere durch, mit den Juengsten. Natuerlich darf das Spielen nicht vergessen werden. Allerdings bin ich nicht zum Spass da, ich moechte auch was erreichen, somit strapaziere ich meine Schuetzlinge ganz schoen. Da muessen sie durchJ

Die Woche ueber wird also viel gearbeitet und in freien Momenten quatschen wir, gehen eine Runde das Flussbett entlang oder setzen uns einfach nur in die Sonne und beobachten unsere Eidechse, welche vor unserem Haus immer die Sonne anbetet.

So zieht die Zeit ins Land und mittlerweile ist schon eine Woche um. Ich gehe jeden morgen mit Farina eine Stunde joggen, einfach nur die frische Luft geniessen und die morgentliche Atmosphaere geniessen. Danach gibt es eine kalte Dusche und Fruehstueck. Heute Nachmittag habe ich Waesche gewaschen, ich bin ja gespannt ob morgen noch alle Unterhosen haengen, die Affen machen ein riesen Theater. Das volunteer Haus ist mit das groesste in der Nachbarschaft und somit ein geeigneter Spielturm.

Ich werde jetzt noch ein bisschen der guten indischen Sitthar-Tobla-Musik lauschen. Morgen fahre ich dann mit dem Bus nach Bir, das soll ein niedliches kleines, tibetanisches Oertchen sein. Ich verabschiede mich und freue mich auf Zuhause.

 
Bis Bald
Eure Lea

PS: Nur noch 22 Tage! Ich zaehle fleissig!


 


Ganz rechts das grosse, weisse Haus ist das idex-volunteer-Haus.

 
Teeplantage.


Die Haus-Eidechse.



Die Michelle und Ich.


Affenbekaempfung.
 
Auf dem Pausenhof. Ganz links unser Executive Pryanka.


Der Vishal in der Pause.


Da waren es noch 5, jetzt habe ich 9 Rotzgoeren.










Tante-Emma-Laden.



Moslem.


Die Sikh-Kinder.


Chatni-eine Gewuerzpaste, fast wie Pesto.


Bitte ueberseht nicht den Haus-Altar im HIntergrund mit der schoenen roten Gluehbirne.



Maxi-Taxi.
 
 

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