Hallo Ihr Lieben,
uns geht es gut und alle sind wohl auf. Tag fuer Tag kommen wir mehr in Bangladesch an und akzeptieren, dass wir die naechsten 6 Monate unterwegs sein werden. Wir geniessen das gemeinsame Reisen sehr und versuchen sehr aufmerksam Dinge und Menschen wahrzunehemen und zu verinnerlichen.
Es ist Wahnsinn, wie einfach Menschen leben koennen und dennoch sind wir oft geschockt. In Bangladesch bedeutet arm sein nicht nur wenig Essen zu haben, sondern automatisch auch in einer Umgebung zu leben, die keines Falls gesund sein kann. Muellberge, Pissrinnen, tote Tiere, verdrecktes Wasser. Und das sind nur ein paar wenige Szenen, die man hier zu Gesicht bekommt.
Wenn man so viel Kummer und Leiden sieht, ist es wunderbar eine liebe Reisebegleitung zu haben. Man kann sich austauschen, Dinge bereden und sich gegenseitig helfen damit klar zu kommen so viele arme, kranke und obdachlose Menschen zu sehen.
Wir beide sind ein gutes Team geworden und sehr froh, dass wir nicht nur eine schoene Freundschaft pflegen, sondern uns auch jeden Tag erriechen und sehen koennen. Das ist nicht selbstverstaendlich.
Vor gut einer Woche besuchten wir eine kleine verlassene Stadt ausserhalb von Dhaka. Ich schaetze wir fuhren rund anderthalb Stunden, um unser Ziel zu erreichen. Bei der kleinen Ruinenstadt handelt es sich um "Panam City". Waehrend der britischen Kolonialzeit wurde das Staedtchen als Handelsort fuer Baumwolle und generell Stoffe bekannt. Reiche Hindus siedelten sich an und verkauften ihre Produkte. Zu dieser Zeit war Panam City eine der reichsten Staedte in Bangladesch. Nach dem Krieg zwischen Indien und Pakistan 1965 verliessen die Hindus die Stadt und vom einen auf den anderen Tag war die Stadt verlassen und menschenleer.
Die Haeuser sind von dem britischen Baustil gepraegt und stehen mittlerweile unter Denkmalschutz.
Denkmalschutz bedeutet bei den Bangladeschis, dass Polizisten davor stehen und dich (in unserem Fall) waehrend der Besichtigung begleiten oder halt darauf achten, dass nichts unbefugt betreten oder beschaedigt wird.. Leider bedeutet es nicht, dass kaputte Fassaden ausgebessert oder restauriert werden. Es faellt nach und nach einfach alles in sich zusammen.
Dennoch oder gerade deswegen besitzt diese verlassene Stadt eine verwunschene Atmosphaere, die uns sofot in ihren Bann gezogen hat. Wir haben es genossen durch die malerischen und zur Abwechslung nicht ueberfuellten Gassen zu schlendern, ohne laute Rufe, Hupen und Verkehr. Ein wenig Monsunregen hat das romantische Ambiente dann noch perfektioniert.
Nach einer Mittagspause mit dem ueblichen Dal Bhat, "Beigun" (Obergine), Shobji (Gemuese) und Fleisch und Fisch fuer unsere Gastgeber, ging es dann in ein "Folk Art and Crafts Museum", in dem wir uns vorallem traditionelle Handarbeiten angeschaut haben. Das Museumsgelaende war mit Park, Geschaeften und kleinem See sehr weitlaeufig und vorallem ebenfalls malerisch schoen.
Als Abschluss dieses erlebnisreichen Tages stand noch die Besichtigung des Universitaetsgelaendes an. Bereits nach Einbruch der Dunkelheit tranken wir einen Chia und wanderten ueber das dunkle Gelaende. Die grossen Backsteinkomplexe waren sehr eindrucksvoll. Oft sind Wohnheime direkt im Universitaetsgelaende mit inbegriffen, jedoch getrennt nach Maedchen und Jungs. Trotz dessen, dass die Universitaet staatlich ist, ist sie im Vergleich zu den indischen oeffentlichen Universitaeten gebuehrenfrei aber trotzdem hoch anerkannt.
So sehen also unsere lehr- und ereignisreichen Tage aus. Wir hoffen euch geht es allen gut.
Eure Lea und Sonam
P.S. sorry, wenn die Bilder nicht in der richtigen Reihenfolge erscheinen



uns geht es gut und alle sind wohl auf. Tag fuer Tag kommen wir mehr in Bangladesch an und akzeptieren, dass wir die naechsten 6 Monate unterwegs sein werden. Wir geniessen das gemeinsame Reisen sehr und versuchen sehr aufmerksam Dinge und Menschen wahrzunehemen und zu verinnerlichen.
Es ist Wahnsinn, wie einfach Menschen leben koennen und dennoch sind wir oft geschockt. In Bangladesch bedeutet arm sein nicht nur wenig Essen zu haben, sondern automatisch auch in einer Umgebung zu leben, die keines Falls gesund sein kann. Muellberge, Pissrinnen, tote Tiere, verdrecktes Wasser. Und das sind nur ein paar wenige Szenen, die man hier zu Gesicht bekommt.
Wenn man so viel Kummer und Leiden sieht, ist es wunderbar eine liebe Reisebegleitung zu haben. Man kann sich austauschen, Dinge bereden und sich gegenseitig helfen damit klar zu kommen so viele arme, kranke und obdachlose Menschen zu sehen.
Wir beide sind ein gutes Team geworden und sehr froh, dass wir nicht nur eine schoene Freundschaft pflegen, sondern uns auch jeden Tag erriechen und sehen koennen. Das ist nicht selbstverstaendlich.
Vor gut einer Woche besuchten wir eine kleine verlassene Stadt ausserhalb von Dhaka. Ich schaetze wir fuhren rund anderthalb Stunden, um unser Ziel zu erreichen. Bei der kleinen Ruinenstadt handelt es sich um "Panam City". Waehrend der britischen Kolonialzeit wurde das Staedtchen als Handelsort fuer Baumwolle und generell Stoffe bekannt. Reiche Hindus siedelten sich an und verkauften ihre Produkte. Zu dieser Zeit war Panam City eine der reichsten Staedte in Bangladesch. Nach dem Krieg zwischen Indien und Pakistan 1965 verliessen die Hindus die Stadt und vom einen auf den anderen Tag war die Stadt verlassen und menschenleer.
Die Haeuser sind von dem britischen Baustil gepraegt und stehen mittlerweile unter Denkmalschutz.
Denkmalschutz bedeutet bei den Bangladeschis, dass Polizisten davor stehen und dich (in unserem Fall) waehrend der Besichtigung begleiten oder halt darauf achten, dass nichts unbefugt betreten oder beschaedigt wird.. Leider bedeutet es nicht, dass kaputte Fassaden ausgebessert oder restauriert werden. Es faellt nach und nach einfach alles in sich zusammen.
Dennoch oder gerade deswegen besitzt diese verlassene Stadt eine verwunschene Atmosphaere, die uns sofot in ihren Bann gezogen hat. Wir haben es genossen durch die malerischen und zur Abwechslung nicht ueberfuellten Gassen zu schlendern, ohne laute Rufe, Hupen und Verkehr. Ein wenig Monsunregen hat das romantische Ambiente dann noch perfektioniert.
Nach einer Mittagspause mit dem ueblichen Dal Bhat, "Beigun" (Obergine), Shobji (Gemuese) und Fleisch und Fisch fuer unsere Gastgeber, ging es dann in ein "Folk Art and Crafts Museum", in dem wir uns vorallem traditionelle Handarbeiten angeschaut haben. Das Museumsgelaende war mit Park, Geschaeften und kleinem See sehr weitlaeufig und vorallem ebenfalls malerisch schoen.
Als Abschluss dieses erlebnisreichen Tages stand noch die Besichtigung des Universitaetsgelaendes an. Bereits nach Einbruch der Dunkelheit tranken wir einen Chia und wanderten ueber das dunkle Gelaende. Die grossen Backsteinkomplexe waren sehr eindrucksvoll. Oft sind Wohnheime direkt im Universitaetsgelaende mit inbegriffen, jedoch getrennt nach Maedchen und Jungs. Trotz dessen, dass die Universitaet staatlich ist, ist sie im Vergleich zu den indischen oeffentlichen Universitaeten gebuehrenfrei aber trotzdem hoch anerkannt.
So sehen also unsere lehr- und ereignisreichen Tage aus. Wir hoffen euch geht es allen gut.
Eure Lea und Sonam
P.S. sorry, wenn die Bilder nicht in der richtigen Reihenfolge erscheinen
| in Panam City |
| kleine Moschee |
| talking to a goat |
| can you feel the rain? |
| on the rooftops |
| Papaya tree |
| kleiner Hindu Tempel |
| beim Folk Art an Crafts Museum |
| Museumspark |
| Monument for "the father of the nation" |
| Universitaetskomplex |
| Universitaet bei Nacht |
1 Kommentar:
Ihr seit so schön!
Tolle Bilder! Gefallen mir alle sehr :)
Schön das ihr so viel posted, da weiß man immer vescheid!^^
LG chiara
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